“A certain talent for languages”

One of the most outstanding translators of Central European literature into English, Ewald Osers, has died at the age of 94

Ewald Osers - Translator

Ewald Osers - Translator

Last month we heard the sad news of the death of Ewald Osers at his home in England at the age of 94. Born in Prague at a time when it was still part of the Austro-Hungarian Empire, Osers was an outstanding linguist and a brilliant translator. Over the decades he translated dozens of Czech writers and poets into English, and was equally well known for his translations from German. David Vaughan looks back at a fascinating life.

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Quelle: Radio Prague

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Grundlagen des Dolmetschens

Dolmetschen als hochkomplexer Prozess

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Ein beeindruckendes Interview mit einer Dolmetscherin, die an Demenz erkrankt ist

“… Demenz ist nicht nur eine Diagnose, sondern auch ein sozialer Abstieg…”

Mit 54 Jahren wurde Helga Rohra die Diagnose Lewy-Body-Demenz gestellt. Sie stürzte in eine Depression. Als sie Anfang 2010 erstmals öffentlich über ihre Demenz sprach, tat sie das noch unter dem Pseudonym „Helen Merlin“.
Seitdem ist viel passiert: Helga Rohra wurde zu einer Aktivistin, die sich einmischt, um die Sache der Menschen mit Demenz zu vertreten: Im Vorstand der Alzheimer Gesellschaft München, in den Medien und auf Demenz-Kongressen.

„Ich bin dement, na und?“, ist ihr Motto, wenn sie von ihren Erlebnissen mit Nicht-Dementen berichtet. Da sind etwa die Psychiater, die öffentlich bezweifeln, dass sie unter einer Demenz leidet. Oder die Angehörigen sozialer Berufe, die sich im Umgang mit ihr überfordert fühlen. Und die Nachbarn und Freunde, die hilflos stammeln: „Du Arme, bist Du jetzt auch dement!“.

Mit Scharfsinn und einer gehörigen Portion Humor hält Helga Rohra der Gesellschaft den Spiegel vor. Sie zeigt, wie unbeholfen wir Menschen mit Demenz manchmal gegenübertreten. Und wie wenig wir ihnen dabei gerecht werden.

Die Sendung kann noch in der ZDF-Mediathek gesehen werden (Auf der Leiste unter dem TV-Bildschirm “Helga und Jens Rohra” auswählen).

Dolmetscherin

Interview mit Helga Rohra

Ihr Buch richtet sie sich an alle, die aus erster Hand erfahren wollen, welche Hürden Menschen mit Demenz in unserer Gesellschaft überwinden müssen und welche Potenziale noch in ihnen stecken. Es ist aber auch eine Einladung an andere Betroffen, sich auszutauschen und gemeinsam die Stimme zu erheben, für eine wirkliche Teilhabe von Menschen mit Demenz.

Hier gibt es ein weiteres Interview mit Helga Rohra.

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Mehrsprachigkeit

Von Afrikaans bis Walisisch: Der Mann der 62 Sprachen kann

Ö1 - Webradio

Ö1 - Webradio


Muhamed Mesic spricht 62 Sprachen – von Afrikaans bis Walisisch. Warum es ihm so leicht fällt, Sprachen zu lernen, weiß er selbst nicht genau. Er besucht keine Sprachkurse, sondern “schnappt” die Sprachen auf – beim Radiohören, Fernsehen, im Internet oder auf Reisen. Schwedisch zum Beispiel lernte er als Kind von UNO-Soldaten in Bosnien. Muhamed Mesic wurde in Tuzla geboren, lebt seit 10 Jahren in Wien und arbeitet als Jurist.

Quelle: Ö1-”Nachtquartier” – Ö1, 00.08 Uhr (nach dem Mitternachtsjournal) – und 7 Tage lang online nachzuhören.

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Dolmetschen in Terrorismusprozess

Die Geschichte eines Dolmetschers: Jedes Wort eine Zeitbombe – Zehn Jahre nach dem 11. September

Interessanter Beitrag des Schweizer Fernsehens über den Dolmetscher (Arabisch – Englisch) Mohammed Yousry, der im Auftrag der Justiz für den in den USA verurteilten „blinden Scheich“ Omar Abdel Rahman gedolmetscht hat und verdächtigt wurde, mit diesem zu kollaborieren.

Die Geschichte eines Dolmetschers

Die Geschichte eines Dolmetschers

Siehe auch Interview mit Mohammed Yousry

Quelle: SF Videoportal

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Dolmetschen bei der Schulung für TreNord: Fahrzeugtechnik & Eisenbahn (Iseo, Brescia – Italien)

Dolmetschdienste im technischen Bereich: Training und Praxis bei Zugkomponenten

Die 4-tägige Schulung fand am Iseosee bei der Eisenbahngesellschaft aus der Lombardei, TreNord, mit 8 italienischen Teilnehmern und deutschen sowie schweizer Schulungsleitern statt und wurde von der Firma Stadler Busnang AG organisiert.

Der Trainingskurs wurde täglich in zwei Einheiten abgehalten: eine theoretische und eine praktische. Die erste Einheit dauerte von 8.15 bis 12.00 Uhr und sah Powerpoint-Präsentationen, Videos und Simulationen sowie die Vorstellung der technischen Unterlagen und der Reparatur- und Wartungshandbücher vor, die zu den verschiedenen Zugkomponenten gehörten.

Nach der Mittagspause fand der praktische Teil statt, in dem die Teilnehmer die Möglichkeit hatten, die genaue Positionierung der Zugkomponenten zu erfahren und das theoretisch erworbene Wissen anzuwenden. Die praktische Einheit hatte insbesondere das Ziel, Funktionsweise und eventuelle Defekte, die vorher anhand der Handbücher und der Powerpoint-Präsentationen erklärt wurden, zu simulieren und mögliche Lösungen und Reparaturmaßnahmen zu präsentieren. Großer Raum wurde den Teilnehmern für den Erfahrungsaustausch und die Diskussion der lokalen Gegebenheiten und Probleme eingeräumt, die im Eisenbahndepot von TreNord bei den von Stadler verkauften Fahrzeugen vorgekommen waren.

Zu den Themenbereichen zählten:
24.06.2011 Vorstellung der WC-Kabine und der entsprechenden Ausstattung (Wand-, Boden, und Deckenelemente), Sanitäranlage und Vakuumtoilette, Montage und Austausch der verschiedenen Komponenten, Reinigung, Wartung und Reparatur. Zum praktischen Teil gehörten die Ansicht der Komponenten, die Simulation von möglichen Störungen direkt bei der WC-Kabine im Zug sowie die Funktionsweise des Frischwasser- und Abwassertanks zur Wasserver- und -entsorgung.

27.06.2011 – Vorstellung der Druckluftanlage, der technischen Daten und Beschreibungen, Werkzeuge und Prüfinstrumente, Aufbau und Funktionsweise des Kompressors und der Lufttrocknungsanlage, Einbau und Ausbau der Komponenten sowie Instandhaltung und Störungsbehebungen. Praxis auf dem Zugdach und Simulation der Funktionsweise der pneumatischen Anlage.

28.06.2011 – Vorstellung der automatischen Kupplung und deren pneumatischer und elektrischer Komponenten anhand der Betriebsanleitungen, technischen Zeichnungen und Videos zur Simulation des Kuppel- und Entkuppelvorgangs. Vorstellung des Aufbaus und der Funktionsweise der E-Kupplung, Montage und Reparatur. Beim praktischen Teil ging es vor allem um Fragestellungen der Teilnehmer und um die Instandhaltung des Systems.

29.06.2011 – Vorstellung des Fahrgastinformationssystems und der unterschiedlichen Symbole, Tasten und Masken des Systems, Präsentation der technischen Unterlagen und der Handbücher, Übersicht der Funktionen, wie beispielsweise Fahrtauswahl, Änderung der Routen oder der Abfahrts- und Ankunftszeiten, Videoüberwachung, Umgang mit dem Bildmaterial, Erstellung von Ansagen und Entgegennahme der Notanrufen. Die praktische Einheit fand im Führerstand statt, wo die Funktionen des Systems nochmals simuliert und Ansagen bzw. Notanrufe geübt wurden.

Da die Schulung sehr technisch war, wurden vom Kunden die Handbücher in den zwei Sprachen zur Verfügung gestellt, um die terminologischen Recherchen und die Vorbereitung zu erleichtern. Die Präsentationen wurden in italienischer Sprache auf Leinwand projiziert und die Schulungsleiter haben zusätzlich auf Deutsch die Themen ausführlich erläutert. Die Teilnehmer konnten somit den Erklärungen anhand der Folien besser folgen, was auch für mich eine Hilfe bei der Dolmetschung war, da ich dadurch auf der Leinwand bereits terminologische und inhaltliche Anhaltspunkte hatte.

Bei derartigen Schulungen beobachtet man oft, dass die italienischen Teilnehmer dazu tendieren, meistens untereinander zu diskutieren, Erfahrungen bezüglich der präsentierten Themen auszutauschen, den Schulungsleiter zu unterbrechen und alle zugleich Fragen zu stellen, bevor der Sprecher bzw. die Sprecherin ausgeredet hat. Das wirkt erstens für die deutschsprachigen Gesprächspartner nicht besonderes höflich und führt zweitens dazu, dass die Teilnehmer oft nicht ausreichend zuhören. Es mag einfach an unserem italienischen Temperament liegen, aber mir fällt das besonders auf, wenn ich in solchen Situationen sowie auch bei Verhandlungen dolmetsche, da ich als externe Person die jeweilige Gesprächsdynamik und die unterschiedlichen Kommunikationsstile mit großem Interesse beobachte, analysiere und versuche, sie auch bei meiner Arbeit zu berücksichtigen.

Dolmetschdienste im technischen Bereich: Training und Praxis bei Zugkomponenten

Dolmetschdienste im technischen Bereich: Training und Praxis bei Zugkomponenten

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Simultandolmetscher – Firmenveranstaltung zum Thema: Pharma & Biotechnologie, Chemie, Erneuerbare Energie & Nachwachsende Rohstoffe (Graz, Österreich)

Konferenzdolmetschen beim VTU-Firmenjubiläum: Fachvorträge & Wirtschaftskabarett

FirmenveranstaltungDie Firma VTU Engineering GmbH feierte dieses Jahr das 20. Jubiläum seiner Gründung mit einer Konferenz im Hotel Novapark in Graz, wo insgesamt 150 Teilnehmer aus den Partnerunternehmen in Österreich, Deutschland und Italien eingeladen waren. Der Schwerpunkt der Firmentätigkeit liegt in der verfahrenstechnischen Planung und im durchgehenden Projektmanagement von der Konzepterstellung bis zur abgeschlossenen Inbetriebnahme. Darüber hinaus liefert VTU Engineering schlüsselfertige, maßgeschneiderte Lösungen, z.B. für Lösemittelrückgewinnung oder die industrielle Abwasserreinigung. Für die Pharma-Industrie werden zusätzlich Qualifizierungs- und Validierungsdienstleistungen gemäß cGMP bis zur Mitarbeit bei Inspektionen und Audits durchgeführt.

Zu den wichtigsten Themen des Meetings zählten: die Erläuterung der Vision, des Leitbildes und der Strategie der Firma, die Entwicklung der Zahlen in Hinblick auf die Mitarbeiter, den Umsatzes und die Projekte, die Geschichte des Unternehmens, die Neuheiten im Bereich Engineering, Biotechnologie und Auftragsforschung. Im Anschluss an die Fachvorträge wurde auch der Wirtschaftskabarettist Otmar Kastner eingeladen, der einen lustigen Monolog über Themen wie Unternehmenskultur, Wirtschaft, Österreichische Gesellschaft und deren Stereotype hielt, was eine besondere Herausforderung für Simultandolmetscherinnen aufgrund der Redegeschwindigkeit und der kulturellen und linguistischen Elemente darstellte.

Hinsichtlich der Technik wurde ein sogenannter Flüsterkoffer benutzt, da nur 4 Teilnehmer aus Italien anwesend waren, die eine Dolmetschung benötigten. Diese technische Lösung ersetzt die Dolmetscherkabine und kann im Falle einer geringen Teilnehmerzahl mit 1 bis maximal 2 Sprachen eingesetzt werden. Für die Firmenveranstaltung habe ich eine Kollegin beigezogen, da man sich beim Simultandolmetschen in der Regel Redner für Redner oder in regelmäßigen Abständen, z. B. etwa alle 20 Minuten, abwechseln soll. Außerdem ist das Flüsterdolmetschen ohne schalldichte Dolmetscherkabine aufgrund der Lärmbelästigung im Konferenzsaal noch anstrengender. (Siehe Artikel über den Flüsterkoffer)

Die Simultandolmetschung anlässlich dieser Firmenveranstaltung hat ganz gut gezeigt, wie die Dolmetscher auf die verschiedenen Stresssituationen, Terminologien, Themen sowie auf unterschiedlichste Sprachregister vorbereitet sein müssen. Die Vorträge reichten nämlich von allgemeinen Präsentationen der Strategien und Visionen der Firma, die anhand der zur Verfügung gestellten PPT-Dateien sehr marketingorientiert und angenehm zum Dolmetschen waren, bis zu sehr fachlichen Beiträgen (z.B. über Pichia Pastoris und die Proteinexpression oder die Anwendung ionischer Flüssigkeiten), über lustige Anekdoten und Witze, die oft im Dialekt erzählt wurden, welche besondere kulturelle Übertragungsprobleme in sich bargen.

Um diese Situationen zu meistern, ist in erster Linie eine gründliche terminologische und inhaltliche Vorbereitung bzgl. der Fachvorträge von wesentlicher Bedeutung. Oft ist den Vortragenden nicht bewusst, wie wichtig es für Dolmetscher ist, die Power Point-Präsentationen im Voraus zu erhalten und auch in diesem Fall haben wir erst in letzter Minute die letzten Unterlagen bekommen.

Doch reicht die terminologische und fachliche Vorbereitung zu einem bestimmten Wissen oder Vokabular nicht, wenn es um Humor, Wortspiele oder Witze geht. Viel mehr spielt in diesen Dolmetschsituationen das kulturelle Allgemeinwissen, das von Literatur über die unterschiedlichsten Themen bis hin zur Politik reicht, eine große Rolle. Es sind aber vor allem Wortspiele oder nationale und/oder kulturelle Hinweise, die nur innerhalb eines Kulturkreises verständlich sind, eine regelechte Herausforderung zumal unter dem Zeitdruck, der die Dolmetscherinnen oft zwingt, kulturelle Anspielungen zusammenzufassen und zu erklären, wobei für den Humor selbst keine Zeit mehr bleibt. Dolmetscher stehen daher unter großer Anspannung, da ein Wortspiel oder ein Witz, der nicht gedolmetscht wird, sofort bemerkt wird, wenn ein Teil des Publikums plötzlich lacht und ein anderer Teil aufgrund einer fehlenden Dolmetschung den Witz und damit die Reaktion der anderen nicht versteht.

Ein gutes Beispiel dafür war bei meinem Dolmetschauftrag der Vortrag von Wirtschaftskabarettist Ottmar Kastner. Ausschnitt aus einem ähnlichen Vortrag:


Otmar Kastner inspiriert mit Lachen, Rhythmus, Gesang und Tanzen das Management. Wirtschaft & Kabarett, Management & Lachen, “Irgendwann soll die ganze Wirtschaft tanzen”.

Quelle: Joyproductions

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Dolmetschen Deutsch Italienisch – Konferenztechnik: Mobile Flüsteranlage

Flüsterkoffer:

Perfekte Lösung für

  • Seminare,
  • mobile Werksführungen und
  • Flüsterdolmetscher für mehr als 2 Personen
  • Flüsterkoffer

    Die mobile Flüsteranlage (auch als Führungsanlage oder Dolmetschkoffer bezeichnet) ist wesentlich günstiger als eine Simultankabine, soll aber nur in beschränkten Situationen eingesetzt werden. Sie ist beispielsweise für Veranstaltungen mit geringerer Teilnehmerzahl, für mobile Werksführungen oder für Situationen geeignet, die keine Nutzung einer Dolmetschkabine erlauben.

    Ein Dolmetschkoffer beinhaltet 20 Kopfhörer und 2 Mikrofone für die Dolmetscher – und das alles in einem handlichen Koffer. Zu den Vorteilen zählen: Handlichkeit, kleine Dimension, völlige Mobilität, keine Installation und einfache Bedienung. Der Dolmetscher hört dabei den Redner direkt und spricht in das Mikrofon. Die Übersetzung wird dann direkt zu den Kopfhörern der Zuhörer weitergeleitet.

    Zu beachten ist außerdem, dass die Teilnehmer das Flüstern der Dolmetscher im Raum hören werden. Daher soll die Flüsteranlage für bis maximal 2 Sprachen eingesetzt werden, weil das Übersetzen sonst zur Lärmbelästigung wird.

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    Dolmetscher Deutsch-Italienisch bei Führungen und Besichtigungen – Erneuerbare Energiequellen & Wasserkraftwerke (Malta/Kärnten, Österreich)

    Dolmetschen bei den Speicherkraftwerken der VERBUND-Austrian Hydro Power AG (Kölbreinsperre und Kraftwerkgruppe Reißeck-Kreuzeck) Maltatal, Kärnten

    Strom aus Wasserkraft ist schon heute Österreichs wichtigste erneuerbare Energiequelle und gerade dank seiner Gebirge und Flüsse stellt Österreich ein ideales Wasserkraftland dar. In diesem Sinne spielt insbesondere das Maltatal in Kärnten, das als „Tal des stürzenden Wassers“ mit seinen zahlreichen Wasserfällen und der herrlichen Bergwelt bekannt ist, eine entscheidende Rolle.

    Bei meinem Dolmetschauftrag ging es um eine Führung mit italienischen Schülern und Professoren aus verschiedenen Höheren Schulen von Ravenna. Als Teil eines grenzüberschreitenden EU-Programms zur Vertiefung von Themen wie Umwelt, Wasserkraft, erneuerbare Energiequellen und Technik hatten sie die Möglichkeit, verschiedene Staumauern und Kraftwerke in Italien und in Österreich zu besichtigen, darunter auch die Maltakraftwerke und die Kraftwerksgruppe Reißeck-Kreuzeck, die von der Verbund AG – Österreichs führendem Stromunternehmen und einem der größten Stromerzeuger aus Wasserkraft in Europa – betrieben werden.

    Wie arbeitet ein Dolmetscher in einem solchen Setting? Wo liegen die Schwierigkeiten?

    Bei diesem technischen „Study visit“ wurde zunächst eine allgemeine Präsentation zur Kölnbreinsperre von einem vor Ort tätigen Ingenieur gehalten, wo anhand von Plakaten die Struktur des Speichers und der Kölbreinsperre beleuchtet wurde. Danach folgte eine Führung durch die Überwachungsstollen der Sperre, wo die verschiedenen Messpunkte gezeigt wurden. Nach der Mittagspause wurde die Führung mit der Kraftwerksgruppe Reißeck-Kreuzeck fortgesetzt, wo die Schüler die Möglichkeit hatten, die Maschinenhalle mit den Turbinen zu besichtigen und Näheres über deren Funktionsweise zu erfahren. Auch hier wurde anhand eines Modells das ganze Einzugsgebiet mit den Stauseen und den verschiedenen Pump- und Kraftstationen genauer erläutert.

    Die Führungen in beiden Kraftwerkgruppen wurden von Ingenieuren gehalten und waren daher sehr technisch, da nicht nur die Bauteile der Sperre, die Konstruktionsprinzipien, sondern auch das Kräftespiel, das in einer solchen Struktur von grundlegender Bedeutung ist, bis ins Detail erklärt wurden. Terminologisch gesehen war der Dolmetscheinsatz sehr anspruchsvoll, da das zur Verfügung gestellte Vorbereitungsmaterial diese Inhalte nicht so in die Tiefe behandelte und eine Erfahrung in Führungen bei Kraftwerken unbedingt notwendig war, die ich dank der Dolmetscheinsätze in Güssing und anderen Anlagen bereits hatte. Die Erklärungen waren meines Erachtens oft zu spezifisch, wenn man an die Zielgruppe, also die Schüler, denkt, die eher an der allgemeinen Funktionsweise interessiert waren und wahrscheinlich auch über keine tieferen Kenntnisse im Bereich Ingenieurwesen, Physik und Geologie verfügten.
    Trotz des stark technischen Inhalts hat sicher die Verwendung von Bildern, Plakaten und einem Modell des Einzugsgebietes geholfen, die Aufmerksamkeit der Schüler aufrechtzuhalten, da diese oft stark davon abhängt, wie die Inhalte präsentiert werden. Meiner Meinung nach sollten in solchen Fällen möglichst kurze Passage vom Deutschen ins Italienische übersetzt werden, sodass sich die Jugendlichen während der deutschen Erklärungen nicht zu sehr ablenken lassen und während der ganzen Führung aufmerksam bleiben.

    Ein weiterer problematischer Punkt war die Akustik vor allem in den Maschinenhallen, wo die Turbinen und die Motoren liefen und aufgrund der lauten Geräusche das Verständnis und die Konzentration erheblich erschwert wurden.

    Insgesamt habe ich die Führung sehr interessant gefunden und vor allem hat mir dieser Dolmetschtermin auch die Möglichkeit geboten, diese wunderschöne Landschaft Kärntens zu bewundern, die ich sonst vielleicht nicht entdeckt hätte. Das spektakulärste an der Führung durch die Kraftwerksgruppe war nämlich der Speichersee und die Kölnbreinsperre, die das Kernstück der Maltakraftwerke darstellen. Dieses Gebiet ist nicht nur aus energiewirtschaflichen Gründen, sondern auch aus unter einem touristischen Gesichtspunkt relevant. Mitten in der Natur der Hohen Tauern gelegen ist die Landschaft mit dem herrlichen Blick auf die Gipfel rundum traumhaft schön und ein berühmtes und ideales Gebiet für Wanderungen und andere Aktivitäten.

    Was ist das Besondere an der Kraftwerksgruppe Malta und Reißeck-Kreuzeck?

    Schematische Darstellung der Maltakraftwerke

    Wasser- und energiewirtschaftliche Untersuchungen ließen schon früh erkennen, dass das Maltatal zu den niederschlagreichsten Gebieten Kärntens zählt. Das Einzugsgebiet weist starke Vergletscherungen auf, die eine wertvolle Abflussreserve in trockenen Sommern darstellen. Dieses
    Wasserangebot wird von modernen Speicherkraftwerken zur Stromerzeugung genutzt. Die Speicherkraftwerke Malta umfassen: das Kraftwerk Malta-Oberstufe mit dem Jahresspeicher Kölnbrein, das Kraftwerk Malta-Haupstufe mit dem Vorspeicher Galgenbichl und dem Ausgleichsspeicher Gößkar sowie das Kraftwerk Malta-Unterstufe. Die dreistufige Kraftwerksgruppe wurde von 1971 bis 1978 errichtet und ist auch heute noch eine der leistungsstärksten Speicherkraftwerksgruppen Österreichs.

    Was die technischen Details angeht, wurde bei der Führung erklärt, dass das direkt in den Speicher entwässernde Gebiet allein nicht ausreicht, den Jahresspeicher zur Gänze zu füllen. Aus diesem Grunde werden die Zuflüsse der Oberen Lieser und einige Bäche im Bereich des Malta- und Gößtales auf rund 1.700 m Seehöhe gefasst und im Vorspeicher Galgenbichl gespeichert. Von dort werden sie in den rund 200 m höher gelegenen Speicher Kölnbrein gepumpt. Zusätzlich wird auch Wasser aus der Möll rund 1.300 m hochgefördert und zur Füllung des Speichers verwendet.
    Die Wasseroberfläche befindet sich bei Vollstau in 1.902 Meter über Adria und kann bis auf 1.750 m abgesenkt werden. Ein voller Speicher stellt für die Maltakraftwerke einen Energiegehalt von 588,3 GWh bereit.
    Die Staumauer ist eine doppelt gekrümmte Bogenmauer mit luftseitigem Stützgewölbe. 2.500 Messstellen, davon 800 mit direkter Verbindung zu einem Prozessrechner, überwachen die Staumauer.

    Was die Die Kraftwerksgruppe Reißeck-Kreuzeck anbelangt, wurde diese in den Jahren 1950 bis 1961 errichtet. Das interessante daran ist, dass die gemeinsame Kraftstation Kolbnitz (606 m) im Mölltal von zwei Seiten des Tales Triebwasser aus zwei offenliegenden Druckrohrleitungen erhält. In diesem Gebäude befinden sich sieben Peltonturbinen, die den verschiedenen Komponenten des Systems zugeordnet sind. Zum einen das Jahresspeicherwerk Reißeck, das aus einem Ensemble von natürlichen und aufgestauten Karseen gespeist wird, und zum anderen das Tagesspeicherwerk Reißeck und das Tagesspeicherwerk Kreuzeck, das auf der gegenüberliegenden Bergseite verläuft. Die 4234,5 m lange Druckrohrleitung hat ein Gefälle von 1772,5 m. Dieses Gefälle gehört zu den größten der Welt und belegt Platz 2 hinter dem Rekordkraftwerk Bieudron im Wallis (1883 m).

    Quelle: Verbund Speicherkraftwerke der AHP in Kärnten

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    Übersetzen und neue Technologien

    Der Computer als Übersetzer

    Eine Sprache zu verstehen, ohne sie gelernt zu haben, ist ein alter Traum der Menschheit. Seit rund 60 Jahren wird an Computern gearbeitet, die helfen sollen, diesen Traum zu verwirklichen. Die Ergebnisse rein maschineller Übersetzungen sind bisher allerdings oft ernüchternd. Der Übersetzer und IT-Experte Jost Zetzsche glaubt, dass die Resultate besser werden, wenn Menschen und Computer zusammenarbeiten.

    Jost Zetzsche war am Montag Gast einer Veranstaltung der Wirtschaftskammer und des Berufsverbands für Übersetzer, Universitas, in Wien. Das Interview steht als Audiodatei zur Verfügung:

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    Quelle: Ö1-Sendung “Digital Leben

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